Philosophieren im Hospiz

Vom Sterben und darüber hinaus - Philosophische Aspekte rund um Würde, Verzeihen und Trost

- 3-teilige Reihe in Kooperation mit dem vom FWF geförderten Forschungsprojekt "Philosophische Praxis in Palliative Care und Hospizarbeit. Die Rolle philosophischer Reflexion in der Entwicklung von Sorgekultur und Sterbewissen"

Im Rahmen der Veranstaltung „Vom Sterben und darüber hinaus“ laden wir, Stefanie Rieger und Judith Tech, zwei erfahrene Philosophische Praktikerinnen, zum gemeinsamen Philosophieren ein. Dabei soll es um folgende Fragen gehen: Was meinen wir, wenn wir von einem würdevollen Leben und Sterben sprechen? Was ist Würde und wie wahren wir sie? Was bedeutet Verzeihen? Kann, sollte alles verziehen werden? Was ist Trost? Sind wir auf Trost angewiesen? Allesamt Fragen, die uns (nicht nur) in Grenzsituationen begegnen und die es wert sind, in Ruhe bedacht zu werden.

Philosophische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Referent*in Dr. Judith Tech, Philosophin
Termin 30.08./31.08./01.09.2024
Ort

Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München

Gebühr für gesamte Reihe € 140,- / € 100,- für Auszubildende und Studierende (nur Barzahlung vor Ort möglich!)
Anmeldung

erforderlich bis 21.08.24!

Für gesamte Reihe jetzt anmelden
Termin Freitag, 30. August 2024, 17:00 bis 20:00 Uhr
Termin Samstag, 31. August 2024, 10:00 bis 17:00 Uhr
Termin Sonntag, 01. September 2024, 10:00 bis 13:00 Uhr

Was bietet Orientierung? Tugenden als Wegmarken eines guten Lebens und Sterbens? - 3-teilige philosophische Gesprächsreihe

in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie München

Das Christophorus Hospiz beherbergt jedes Jahr etwa 250 Menschen. Die Angehörigen, das multiprofessionelle Team und viele Ehrenamtliche begleiten die letzte Wegstrecke des Lebens. Die Auseinandersetzung mit den existentiellen Fragen des Lebens gehört zum Alltag.

Nehmen wir an, Philosophieren sei miteinander ins Gespräch kommen über Fragen, die unsere Existenz betreffen. Fragen nach dem Glück oder nach dem Ziel und Sinn des Lebens, des Leidens, des Todes.
Was, wenn es aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit keine „objektiven“ Antworten auf existenzielle Fragen geben kann? Würde ein Miteinander ins-Gespräch-Kommen bedeutungslos? Womöglich nicht, wenn wir wie Hannah Arendt (Sokrates. Apologie der Pluralität) behaupten:
„Und so wie niemand vorab die doxa (altgriechisch für Meinung) des anderen kennen kann, kann auch niemand aus sich selbst und ohne weitere Anstrengung die Wahrheit wissen, die seine eigene Meinung birgt.“

Die beiden Referenten werden zunächst jeweils miteinander zum angegebenen Thema ins Gespräch kommen, dann aber auch alle Teilnehmer/innen zum Dialog einladen.
Judith Tech studierte, nach mehrjähriger Berufstätigkeit als Krankenschwester, Philosophie. Das Studium schloss sie mit der Promotion ab. Von der Systemischen Gesellschaft (SG) wurde sie als Systemische Beraterin zertifiziert. Seit 2004 führt sie eine Philosophische Praxis in München: http://www.philosophieren-im-gespraech.de
Dr. Bernd Groth studierte Philosophie, Theologie und Russistik. Nach der Promotion in Theologie mehrjährige Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten im Bereich von Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie. Er ist seit einigen Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 2010 führt er zusammen mit Judith Tech eine Philosophische Praxis.

Inhalte

 

In der 3-teiligen Reihe laden wir dazu ein, gemeinsam über die Frage nach der Grundlage eines guten Lebens und Sterbens nachzudenken. Dabei beziehen wir uns auf die klassischen Kardinaltugenden – Lebensklugheit, Tapferkeit, Mäßigung, Gerechtigkeit. Geht es dabei um Verhaltensregeln, Charakterqualitäten oder Lebensorientierungen? Können Tugenden zu einem guten Leben und Sterben beitragen? Was heißt es überhaupt, gut zu leben? Haben diese Wegmarken mit einem guten Sterben zu tun?

4. Oktober 2024: Lebensklugheit und Tapferkeit (Mut)
Was hat Lebensklugheit mit Tapferkeit zu tun? Bedarf ein gutes Leben der Risikobereitschaft? Dient mutiges Handeln stets dem „Guten“? Braucht es Mut zum Sterben?

11. Oktober 2024: Lebensklugheit und Mäßigung (Besonnenheit)
Was hat Lebensklugheit mit Mäßigung zu tun? Geht es um eine Kunst des Genießens? Was macht Mäßigung in Bezug auf das Genießen so schwer? Geht es um eine Gratwanderung zwischen einem zu wenig und einem zu viel an Genuss, gar um eine zwischen Freiheit und Unfreiheit? Und: Könnte eine Mäßigung im Blick auf Lebensverlängerung wesentlich zu einem guten Sterben beitragen?

18. Oktober 2024: Lebensklugheit und Gerechtigkeit
Bei Aristoteles heißt es: Nicht die Gerechtigkeit macht den Gerechten, sondern der Gerechte macht die Gerechtigkeit. Was ist das, ein Gerechter? Setzt ein Gerechter rechtliche Gleichheit voraus? Geht es bei gerechtem Handeln also um die Beziehungsqualität der Subjekte? Und braucht es Gerechtigkeit, um gut sterben zu können?

Referent*in Dr. Judith Tech, Philosophin
Dr. Bernd Groth
Sepp Raischl, Vorstand, Fachliche Leitung des CHV
Termin 04.10./ 11.10. und 18.10.2024
Ort

Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München

Gebühr für gesamte Reihe € 45,- / € 15,- für Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des CHV
Anmeldung

erforderlich!

Für gesamte Reihe jetzt anmelden
Termin Lebensklugheit und Tapferkeit (Mut)
Freitag, 04. Oktober 2024, 10:00 bis 12:00 Uhr
Termin Lebensklugheit und Mäßigung (Besonnenheit)
Freitag, 11. Oktober 2024, 10:00 bis 12:00 Uhr
Termin Lebensklugheit und Gerechtigkeit
Freitag, 18. Oktober 2024, 10:00 bis 12:00 Uhr