End-of-Life Care: Sorgende Kulturen im Austausch

In einer ‚Sorgenden Gemeinschaft‘ bemüht sich die Familie gemeinsam mit den Nachbarn um die kranken Angehörigen. Auch die Älteren aus der ethnischen oder religiösen Gemeinde bringen ihre Weisheit ein. Sie alle geben ihre Erfahrungen in der Begleitung und Betreuung von Sterbenden an die nächste Generation weiter. Die Veranstaltungsreihe möchte Orte und Räume schaffen, in denen wir Voneinander-Lernen.
Hier erzählen sich Menschen aus verschiedenen Kulturen, unterschiedlichen Glaubens und diverser Wohnformen wie sie es mit dem Leben und mit dem Sterben halten. Gemeinsam tragen wir unser Erfahrungswissens zusammen und berichten über biographische Ereignisse, unsere Familiensysteme und Wohnformen, eine Auswanderungsgeschichte, die Flucht oder Vertreibung. Existentielle Grenzsituationen wie das unverhoffte Glück, die Liebe, das Sterben und der Tod regen die Gespräche an. Vertrauen und eine gemeinsame Verantwortung für ein gutes Zusammenleben bis zuletzt können wachsen.
               

Für die Familie hat sie sich abgerackert!

Familiensysteme und Geschlechterverhältnisse in der palliativen Begleitung

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„Ein arbeitsreiches Leben in Liebe, Güte und Kraft hat sich vollendet. Eine Stimme die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, lebt nicht mehr: unsere liebe Mutter und Oma.“ So ein Nachruf kann eine bedeutende Rolle in der Trauerhilfe spielen. Das Verfassen setzt eine intensive Beschäftigung mit dem Leben und dem Tod der Person voraus. Im Nachvollziehen der einzelnen Lebensstationen lernen wir wertschätzen, was wirklich zählt. Wie sah das erfüllte Leben unserer Mütter und Großmütter in den 70er Jahren aus? Wir wollen nachsinnen über das, was uns Menschen am Lebensende, wenn sie ein Resümee ziehen und ihre Zeit hinterfragen, erzählen."

Referent*in Gunda Stegen, M.A. Erziehungswissenschaft, Konflikt- und Krisenintervention (CAS)
Anmeldung

an bildung@chv.org oder 089/130 787-342

Termin Mittwoch, 15. März 2023, 18:30 bis 20:00 Uhr

Diskriminierungsfreie Sprache in Pflege und palliativer Begleitung

anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus

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Diskriminierung ist ein soziales Phänomen, das nicht in Fragen der korrekten Adressierung und Bezeichnung von Personen aufgeht. Sie findet nicht nur statt, wenn rassistische, homophobe, antisemitische, misogyne oder antimuslimische Witze gerissen oder Beleidigungen gerufen werden. Wenn im politischen Kontext von Diskriminierung die Rede ist, geht es um historisch gewachsene gesellschaftliche Strukturen, die die Erfahrung eines Teils der Bevölkerung einschneidend präg(t)en. Insbesondere in der palliativen Pflege, in der wechselseitigen Abhängigkeit und während des persönlichen Kontrollverlustes rufen sich Diskriminierung und Verletzungen in Erinnerung oder erzeugen neue. Unsere Sprache formt unser Denken und erlaubt Rückschlüsse, wie Menschen wahrgenommen werden. Stellen wir uns diesen achtsam! 

Referent*in Gunda Stegen, M.A. Erziehungswissenschaft, Konflikt- und Krisenintervention (CAS)
Anmeldung

an bildung@chv.org oder 089/130 787-342

Termin Mittwoch, 29. März 2023, 17:30 bis 19:30 Uhr

"Gutes Essen in guter Gesellschaft war sein ganzes Leben!"

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Diese Veranstaltung konzentriert sich auf die Bedeutung von Essen und Trinken und einer frühzeitiger Ernährungsintervention bei schwerkranken Patienten und Bewohner*innen. Denn wer über das Kulturthema Essen spricht, spricht auch immer über Lebensqualität. Essen ist mehr als nur Ernährung, gutes Essen gemeinsam mit der Familie bedeutet für viele Menschen Lebensqualität. „Ich kann doch meinen Angehörigen nicht verhungern und verdursten lassen!“, so hören wir vielfach. Wenn wir uns jedoch für das liebevolle Unterlassen entscheiden, kann noch viel für den Sterbenden getan werden. Oftmals hat dieser noch Spaß am Geschmack, aber eben nicht mehr an der bislang gewohnten Menge. Wir möchten mit den Teilnehmer*innen die Ernährung bei fortschreitender schwerer Erkrankung und am Lebensende anhand von Fallbesprechungen diskutieren und gemeinsam nach Alternativen suchen.

Referent*in Gunda Stegen, M.A. Erziehungswissenschaft, Konflikt- und Krisenintervention (CAS)
Katharina Keitel, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Palliativfachkraft Ambulantes Hospiz- und Palliative Care-Team
Anmeldung

an bildung@chv.org oder 089/130 787-342

Termin Mittwoch, 10. Mai 2023, 18:30 bis 20:00 Uhr