Seminare zur Spiritualität

Was trägt uns?
Was hält uns?
Wohin führt uns unser Weg?

Das sind wichtige Fragen in der Pflege und Betreuung von hochbetagten und sterbenden Menschen.
Wir stoßen an Grenzen, an unsere Grenzen. Die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben kann uns aber auch tiefe Einsichten für unsere Lebensthemen geben, vorausgesetzt wir nehmen uns Zeit, sie als Kraftquellen zu erkennen und zu nutzen. Das gilt sowohl für ehren- als auch für hauptamtliche Mitarbeiter*innen. Wir bieten mit unseren Angeboten Reflexions- und  Erfahrungsräume an, um Orientierungspunkte und neue Perspektiven, sowie Kontakt zu den eigenen Wurzeln und spirituellen Fragen zu ermöglichen. 
Zielgruppe: Haupt- und Ehrenamtliche in der Versorgung Schwerkranker und Sterbender / Alle Interessierte
Palliative Kompetenz - Kommunikation - Spiritualität - Flyer 2022

Der Zuversicht auf der Spur – mit Anregungen und Impulsen aus dem kreativen Schreiben

3-teiliges Seminar

ONLINE
Inhalte

Zuversicht ist elementar in uns Menschen angelegt, ist Potential und Ressource. Wie nähere ich mich meiner Zuversicht und wie nähre ich sie? Das kreative-biografische Schreiben bietet  vielfältige Möglichkeiten, sich der eigenen Zuversicht zu vergewissern und sich mit ihrer Kraft zu verbinden. Ich schreibe mir Belastendes von der Seele, begegne mir selbst, und nicht selten werde ich davon überrascht, was da so alles in mir steckt. Gemeinsames Schreiben bietet einen Zugang zu achtsamer Selbstzuwendung, aufmerksamer Selbstbegegnung und freundlicher Selbstbetrachtung.

Referent*in Petra Rechenberg-Winter, Dipl.-Pädagogin, Psychologin und Poesietherapeutin
Michael Clausing, System. Berater, Supervisor & Mediator – DGSF
Termin 17.1.2023, 24.1.2023 und 31.1.2023, jeweils 18 Uhr bis 20 Uhr
Gebühr für alle 3 Termine: 60,-€ / 20,-€ für Ehren- und Hauptamtliches des CHV
Anmeldung

nur für alle 3 Termine gemeinsam möglich 

Termin Dienstag, 17. Januar 2023, 18:00 Uhr
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Bedürfnisse erkennen und ausdrücken als Grundlage der gewaltfreien Kommunikation

PRÄSENZ
Inhalte

Menschen, die im Palliativ- und Hospizbereich arbeiten, begegnen unterschiedlichen Personengruppen. Wir können uns innerlich zerrissen fühlen, weil wir jedem der Beteiligten begegnen und ihm gerecht werden wollen. Oft ist dies verbunden mit Anspannung und Schuldgefühlen.
Es gibt einen Weg, mit dieser Komplexität umzugehen. Wenn wir erkennen, dass jeder von uns sich mit allem was er tut, seine Bedürfnisse erfüllt, wird uns bewusst, dass unser Verhalten gute Gründe hat. Dann kann Begegnung stattfinden, die Heilung von Konflikten und emotionalen Unsicherheiten bewirkt.
In diesem Workshop bekommen Sie Einsicht in die Welt der Bedürfnisse. Sie lernen die Unterscheidung von Bedürfnis, Bedürftigkeit und einer Strategie kennen. Sie erfahren, wie wir Bedürfnisse erkennen und wie es durch ihre Akzeptanz zu Verbundenheit und Heilung im Herzen kommt.

Referent*in Günther Herold, Zertifizierter Trainer in Gewaltfreier Kommunikation nach Dr. Marshall B. Rosenberg
Ort

Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München

Gebühr € 40,- / Ehrenamtliche des CHV: 13,- €
Termin Samstag, 25. Februar 2023, 16:00 bis 19:00 Uhr
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Schuld und Scham - Kommunikation am Lebensende

PRÄSENZ
Inhalte

Viele Menschen ziehen in der letzten Lebensphase bewusst Bilanz. Dabei spielen Gefühle eine große Rolle. Schuld und Scham sind dabei zentral und vital bedeutsam. Alle zwei haben ihren Ursprung in tiefen und unerfüllten Bedürfnissen. Dabei ist Schuld eine mehrdimensionale Angelegenheit: reale, aus dem eigenen Entscheiden oder der eigenen Verantwortung entspringende Schuld ist zu unterscheiden von Unterlassung oder einem existentiell verorteten Schuldig-Bleiben. Außerdem stehen Schuldgefühle oft damit in Verbindung, eigene Grenzen nicht akzeptieren zu wollen oder zu können. So tragen nicht wenige Menschen – wenn nicht die meisten – ein Bündel aus Schuldgefühlen mit sich herum, das aus Scham nicht bewusst thematisiert oder kommuniziert wird. Nicht nur in der letzten Lebensphase können sich ungelöste Schuldgefühle drückend auf die Lebensqualität auswirken und stellen eine große Herausforderung dar. Denn über Fehler und Schuld spricht man nicht gern. Man schämt sich. Aber vielleicht will man das eine oder andere auch noch „gut machen“, „in Ordnung bringen“ oder versöhnen. Geht das noch direkt oder nur symbolisch, weil der Adressat der „Ent-Schuldigung“ nicht mehr da ist? Muss gelernt werden, mit unvergebener Schuld zu leben? Kann ich mir selbst vergeben? Und wo muss ich mich von unrealistischen Schuldgefühlen befreien? Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Erlösung“? Ein großes Thema, das uns in die persönliche Auseinandersetzung führt. 

Referent*in Thomas Kammerer, Klinikseelsorger an den Universitätskliniken München, Theologe, Psychotraumatologe (www.spc-muc.de)
Ort

Arabellapark, Englschalkingerstr. 14 (1. Stock), 81925 München

Gebühr 90,-€ / Ehrenamtliche des CHV 30,-€
Termin Freitag, 10. März 2023, 09:00 bis 17:00 Uhr
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"Die Seele berühren"

Präsenzschulung für die palliative Begleitung

Präsenz
Inhalte

Um sterbende Menschen ohne Worte zu erreichen, sie „sprachlos“ zu begleiten, braucht es Zugänge. Diese liegen neben der körperlichen absichtslosen Berührung, meditativen Präsenz und liebevollen Verbundenheit darin, sich auf das pure Sein einzulassen. Im Begleitenden braucht es die Fähigkeit, innerlich tief zu entspannen, sich „leer“ zu machen, gleichsam sich einem gemeinsamen Resonanzfeld zu öffnen. Grundlage einer solchen Resonanz ist die Gewissheit, dass jeder Mensch ein „Inneres Sein“, eine Seele oder ein „höheres Selbst“ in sich hat.

Der Kurs stärkt die Fähigkeiten …

  • die eigene Aufmerksamkeit zu lenken
  • entspannende Atemtechniken und bewusste Berührungen einzusetzen
  • Selbstreflektion und Entspannungsmethoden zu nutzen
  • ohne Worte zu begleiten und Patient*innen respekt- und liebevoll zu berühren
  • Mitgefühl zu leben ohne mit zu leiden
  • das „spirituelle Herz“ zu nutzen, um Nöte und Ängste begleiten zu können
  • sich selbst als verletzliche und fühlende Wesen mit anderen zu verbinden
  • die eigene Wirksamkeit auch in herausfordernden Situationen erleben zu können
  • Motivation und Freude im Engagement zu steigern.
Referent*in Jutta Schriever, Dipl.-Sozialpäd. (FH), Palliativfachkraft im SAPV-Team
Dauer 4 Tage (24./25.3.2023 und 14./15.4.2023)
Ort

Arabellapark, Englschalkingerstr. 14, 81925 München und Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München

Gebühr 240,-€ / 72,-€ für Ehrenamtliche des CHV (ohne Mittagessen)
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Termin 2023 / Teil 1
Freitag, 24. März 2023, 09:00 Uhr bis Samstag, 25. März 2023, 17:30 Uhr
Termin 2023 / Teil 2
Freitag, 14. April 2023, 09:00 Uhr bis Samstag, 15. April 2023, 17:30 Uhr

Die Kraft des Lebensrades entdecken

PRÄSENZ
Inhalte

Die Konfrontation mit der Vergänglichkeit des Lebens fordert existentiell heraus. In der Natur jedoch ist uns das Werden und Vergehen im Zykluns der Jahreszeiten vertraut. An diesem Nachmittag wollen wir Sie einladen draußen diesem Lebens- oder auch Medizinrad nachzuspüren: den Himmelsrichtungen, Jahreszeiten und den Elementen Feuer, Wasser Luft und Erde. Im Semianr wird das Lebensrad als Werkzeug vorgestellt, um Lernprozesse, Kreisläufe und Zyklen des menschlichen Lebens sichtbar zu machen. Vielleicht können wir lernen uns als Teil dieser Schöpfung und in Verbindung mit ihr zu erleben.

Referent*in Bernadette Raischl, Dipl.-Psychologin, Psychotherapeutin, Tanztherapeutin, Systemische Supervisorin
Ort

Englischer Garten / nördl. Teil (Treffpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben)

Gebühr 20,-€ / 5,-€ für Ehrenamtliche des CHV
Termin Freitag, 21. April 2023, 15:00 bis 18:00 Uhr
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