Schuld und Scham - Kommunikation am Lebensende

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Viele Menschen ziehen in der letzten Lebensphase bewusst Bilanz. Dabei spielen Gefühle eine große Rolle. Schuld und Scham sind dabei zentral und vital bedeutsam. Alle zwei haben ihren Ursprung in tiefen und unerfüllten Bedürfnissen. Dabei ist Schuld eine mehrdimensionale Angelegenheit: reale, aus dem eigenen Entscheiden oder der eigenen Verantwortung entspringende Schuld ist zu unterscheiden von Unterlassung oder einem existentiell verorteten Schuldig-Bleiben. Außerdem stehen Schuldgefühle oft damit in Verbindung, eigene Grenzen nicht akzeptieren zu wollen oder zu können. So tragen nicht wenige Menschen – wenn nicht die meisten – ein Bündel aus Schuldgefühlen mit sich herum, das aus Scham nicht bewusst thematisiert oder kommuniziert wird. Nicht nur in der letzten Lebensphase können sich ungelöste Schuldgefühle drückend auf die Lebensqualität auswirken und stellen eine große Herausforderung dar. Denn über Fehler und Schuld spricht man nicht gern. Man schämt sich. Aber vielleicht will man das eine oder andere auch noch „gut machen“, „in Ordnung bringen“ oder versöhnen. Geht das noch direkt oder nur symbolisch, weil der Adressat der „Ent-Schuldigung“ nicht mehr da ist? Muss gelernt werden, mit unvergebener Schuld zu leben? Kann ich mir selbst vergeben? Und wo muss ich mich von unrealistischen Schuldgefühlen befreien? Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Erlösung“? Ein großes Thema, das uns in die persönliche Auseinandersetzung führt. 

Referent*in Thomas Kammerer, Klinikseelsorger an den Universitätskliniken München, Theologe, Psychotraumatologe (www.spc-muc.de)
Ort

Arabellapark, Englschalkingerstr. 14 (1. Stock), 81925 München

Gebühr 90,-€ / Ehrenamtliche des CHV 30,-€
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Anmeldung

Datum Freitag, 10. März 2023, 09:00 bis 17:00 Uhr
Ort <p>Arabellapark, Englschalkingerstr. 14 (1. Stock), 81925 München</p>
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