Philosophieren im Hospiz

Das Christophorus Hospiz beherbergt jedes Jahr etwa 250 Menschen. Die Angehörigen, das multiprofessionelle Team und viele Ehrenamtliche begleiten die letzte Wegstrecke des Lebens. Die Auseinandersetzung mit den existentiellen Fragen des Lebens gehört zum Alltag.

Wir möchten deshalb all die Menschen, die in unser Haus kommen oder sich im zugehörig fühlen, aber auch alle die sich von diesen Fragen ansprechen lassen möchten, zu Austausch und Begegnung einladen:

Nehmen wir an, Philosophieren sei miteinander ins Gespräch kommen über Fragen, die unsere Existenz betreffen. Fragen nach dem Glück oder nach dem Ziel und Sinn des Lebens, des Leidens, des Todes.
Was, wenn es aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit keine „objektiven“ Antworten auf existenzielle Fragen geben kann? Würde ein Miteinanderins-Gespräch-Kommen bedeutungslos?

Womöglich nicht, wenn wir wie Hannah Arendt (Sokrates. Apologie der Pluralität) behaupten:

„Und so wie niemand vorab die doxa (altgriechisch für Meinung) des anderen kennen kann, kann auch niemand aus sich selbst und ohne weitere Anstrengung die Wahrheit wissen, die seine eigene Meinung birgt.“

Die beiden Referenten werden zunächst jeweils miteinander zum angegebenen Thema ins Gespräch kommen, dann aber auch alle Teilnehmer/innen zum Dialog einladen.    Flyer 2020

Der Vortrag findet unter Beachtung unserer Hygienemaßnahmen und begrenzter Teilnehmerzahl statt, eine Anmeldung ist erforderlich ! bevorzugt per E-Mail an bildung@chv.org oder 089/130 787-0.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Inhalte

Artikel 1 des Deutschen Grundgesetzes formuliert eine wesentliche Qualität unserer Verfassung und Kultur. Wovon aber ist genau die Rede, wenn es heißt, die Würde des Menschen sei unantastbar? Was bedeutet „Würde“? Was meinen wir mit würdevollem Leben und Sterben? Und mit welcher Sicherheit können wir feststellen: "Das ist würdelos!"

Ist damit etwa die Fähigkeit des Menschen sich seiner Existenz bewusst zu sein gemeint? Ist es seine Fähigkeit zu freiem, verantwortlichem Handeln? Oder, ist Würde eine bestimmte Art zu leben, wie es bei Peter Bieri heißt?

Leitung Dr. Judith Tech
Dr. Bernd Groth
Sepp Raischl, Theologe, Sozialarbeiter
Ort Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr € 8,-, (Mitglieder: € 5,-), ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter*innen des CHV frei.
Anmeldung

erforderlich, bis spätestens 18. November 2020 per E-Mail an bildung@chv.org oder 089/13 07 87-0

Termin Freitag, 27. November 2020, 16:00 bis 18:00 Uhr