Philosophieren im Hospiz

Das Christophorus Hospiz beherbergt jedes Jahr etwa 250 Menschen. Die Angehörigen, das multiprofessionelle Team und viele Ehrenamtliche begleiten die letzte Wegstrecke des Lebens. Die Auseinandersetzung mit den existentiellen Fragen des Lebens gehört zum Alltag.

Wir möchten deshalb all die Menschen, die in unser Haus kommen oder sich im zugehörig fühlen, aber auch alle die sich von diesen Fragen ansprechen lassen möchten, zu Austausch und Begegnung einladen:

Nehmen wir an, Philosophieren sei miteinander ins Gespräch kommen über Fragen, die unsere Existenz betreffen. Fragen nach dem Glück oder nach dem Ziel und Sinn des Lebens, des Leidens, des Todes.
Was, wenn es aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit keine „objektiven“ Antworten auf existenzielle Fragen geben kann? Würde ein Miteinanderins-Gespräch-Kommen bedeutungslos?

Womöglich nicht, wenn wir wie Hannah Arendt (Sokrates. Apologie der Pluralität) behaupten:

„Und so wie niemand vorab die doxa (altgriechisch für Meinung) des anderen kennen kann, kann auch niemand aus sich selbst und ohne weitere Anstrengung die Wahrheit wissen, die seine eigene Meinung birgt.“

Die beiden Referenten werden zunächst jeweils miteinander zum angegebenen Thema ins Gespräch kommen, dann aber auch alle Teilnehmer/innen zum Dialog einladen. Flyer 2019

Leiden am Leben?

Inhalte

Kann man denn am Leben leiden?
Sicherlich können wir an unseren körperlichen Gebrechen, Erkrankungen und Einschränkungen, denen wir im Laufe unseres Lebens ausgesetzt werden, leiden. Darüber hinaus leiden wir Menschen aber am Unversöhnlichen, wenn wir Probleme verschleppen und deren Lösung vermeiden. Oder wir leiden am Ungelebten, also an all den verpassten Möglichkeiten unseres Lebens.
Leiden tun wir sicherlich auch an der Leere, hinter der ein Mangel an Sinngebung und Orientierung stehen kann.
Wie gehen wir mit diesen belastenden Seiten unseres Lebens um? Können wir und geistig darauf einstellen, wie die antike Philosophie es annahm?

Leitung Dr. Judith Tech
Dr. Bernd Groth
Sepp Raischl, Theologe, Sozialarbeiter
Gebühr € 8,- einzelne Veranstaltung (Mitglieder: € 5,-), € 20,- alle 3 Veranstaltungen (Mitglieder: € 12,-), Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter/innen des CHV frei.
Termin Freitag, 22. November 2019, 16:00 bis 18:00 Uhr