Gesprächsforum Selbstbestimmung

Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der „geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ (§ 217 StGB) für nichtig erklärt. Das im Grundgesetz festgeschriebene Persönlichkeitsrecht garantiert das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und damit auch auf ein selbstbestimmtes Sterben. Doch: Ist Selbstbestimmung im Laufe des menschlichen Lebens tatsächlich zu jeder Zeit das höchste Gut?
Was können wir selbst bestimmen? Worauf haben wir keinen oder nur sehr begrenzten Einfluss? Selbstbestimmung ist nicht selten mit dem Wunsch nach Kontrolle verbunden. Krankheit und Sterben gehen jedoch mit einem Kontrollverlust einher, der verunsichern und Angst machen kann. Schwerkranke und sterbende Menschen müssen sich ihren Mitmenschen zumuten dürfen und sind auf deren Unterstützung und Fürsorge angewiesen. Sich in seiner Verletzlichkeit zu zeigen und anderen zu vertrauen, verlangt Mut.
Selbstbestimmte Entscheidungen betreffen außerdem nicht nur uns selbst. Andere müssen gegebenenfalls unsere Entscheidungen mittragen, durchsetzen oder umsetzen.
Nach aktuellen Informationen zum assistierten Suizid möchten wir mit Ihnen zum Thema Selbstbestimmung ins Gespräch kommen, verschiedene Perspektiven und Spannungsfelder beleuchten sowie deren Chancen und Grenzen aufzeigen.

Referent*innen: Kerstin Hummel, Katarina Theißing und Sepp Raischl sowie einzelne Gast-Referentinnen (Pflege, Medizin, Jura, Psychotherapie und Psychiatrie, Philosophie, Theologie)

 

Gesprächsforum Selbstbestimmung: Umgehen mit Sterbewünschen von Menschen mit Behinderung

ONLINE
Inhalte

Nähere Informationen unter www.chv.org/unsere-angebote-und-dienste/hospiz-und-palliativberatungsdienst-fuer-menschen-mit-behinderung.html

Referent*in Gregor Sattelberger, Palliativpflegefachkraft, Gesundheits- und Krankenpfleger, Palliativfachkraft, Dipl. Pflegewirt (FH), MAS Palliative Care, Leitung Ambulantes Hospiz- und PC-Team des CHV, Leiter des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes für Menschen mit Behinderung
Ggf. Beteiligung der Mutter eines Betroffenen
Gebühr 5,-€
Anmeldung

erforderlich! an bildung@chv.org. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Termin Freitag, 24. September 2021, 16:00 bis 17:30 Uhr

Gesprächsforum Selbstbestimmung: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts - eine kritische Betrachtung aus der Perspektive der Suizidprävention

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Referent*in Prof. Dr. Reinhard Lindner, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin Universität Kassel, Institut für Sozialwesen, Leiter des Nationalen Suizidpräventionsprogrammes (NaSPro)
Gebühr 5,-€
Anmeldung

erforderlich! an bildung@chv.org. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Termin Freitag, 08. Oktober 2021, 16:00 bis 17:30 Uhr

Gesprächsforum Selbstbestimmung: Assistierter Suizid - eine Herausforderung in stationären Pflegeeinrichtungen (aus der Perspektive eines ambulanten Hospizdienstes)

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Referent*in Jennifer Bridts, Soziale Arbeit B.A. Koordinationsfachkraft §39a SGB V, Fachkraft für gerontopsychiatrische Betreuung, Amb. Hospiz- und Palliativ Care-Team, Palliativ-Geriatrischer Dienst des CHV
und einer beteiligten Hospizhelferin und ggf. einer Angehörigen
Gebühr 5,-€
Anmeldung

erforderlich! an bildung@chv.org. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.

Termin Freitag, 26. November 2021, 16:00 bis 17:30 Uhr