Vortragsreihe Sterbewelten

Das Leben ist vielfältig. Ebenso verhält es sich mit dem Sterben. Lebens- und Sterbewelten liegen häufig nah beieinander. Jede und jeder stirbt, wie Rainer Maria Rilke es in seinem Stundenbuch im Jahre 1903 treffend ausdrückte, ihren bzw. seinen eigenen Tod. In dieser neu konzipierten Vortragsreihe werfen wir darum einen genaueren Blick auf einige dieser Sterbewelten, von den Menschen in der fremden Heimat, über Gefangene, von dem Brückenschlag zwischen Geburt und Sterben bis hin zu geschlechtsspezifischen Aspekten, von den Todeswünschen Hochbetagter bis zu den unausweichlichen Themen Schuld, Vergebung und Hoffnung.

Für die Vorträge ist keine Anmeldung erforderlich.

GEGEN DAS VERGESSEN

"Meine Mutter hat Auschwitz überlebt und jetzt..." - wenn überlebende Eltern sterben

Dinah  Zenker, Pflegedienstleitung im Saul-Eisenberg-Seniorenheim der IKG München, gibt Einblicke in die professionelle Arbeit mit hochbetagten Überlebenden der Shoah, der sog. child survivors  und deren Angehörigen bei der Lebens-und Sterbebegleitung.

Inhalte

Das Leben der Kinder von Holocaust-Überlebenden  ist häufig davon geprägt, die  schwer traumatisierten Eltern vor weiteren Verletzungen zu schützen.
Der Vortrag geht der Frage nach, was es für die Angehörigen der sog. 2. Generation bedeutet, wenn die Eltern alt, krank und gebrechlich werden und sich dem Tod nähern. Welchen besonderen Herausforderungen stehen sie gegenüber? Und wie können sie unterstützt werden um diesen schweren Abschied zu bewältigen?

Leitung Dinah Zenker, Pflegedienstleitung Jüdisches Seniorenheim der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Ort Marianne-Meier-Saal, 3.OG im Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr Unkostenbeitrag: EUR 5,- CHV-Ehrenamtliche frei
Teilnahmebedingungen

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin Donnerstag, 18. Juni 2020, 18:00 bis 20:00 Uhr

Wie regle ich mein Erbe?

Inhalte

Beim Abschied stellt sich immer die Frage: Was lasse ich zurück? Und: Wie kann ich dafür Sorge tragen, dass mein Vermächtnis auch so wirksam wird, wie ich mir das vorgestellt habe? Die Themenbereiche des Vortrages umfassen die gesetzliche Erbfolge (was passiert ohne Testament?), die gewillkürte Erbfolge (Testament – u. a. Formerfordernisse, Ehegattentestament, häufige Probleme beim Testament), den Pflichtteil, die Erbschaftssteuer, die Testamentsvollstreckung sowie weitere praktische Hinweise zur Verwahrung des Testaments (Probleme beim „Testament in der Schublade“, Möglichkeit der Testamentshinterlegung beim Nachlassgericht).

Leitung Dr. jur. Robert Wallenberger, Fachanwalt für Erbrecht
Ort Marianne-Meier-Saal, 3.OG, im Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr Unkostenbeitrag: EUR 5,- CHV-Ehrenamtliche frei
Teilnahmebedingungen

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin Donnerstag, 22. Oktober 2020, 18:00 bis 20:00 Uhr

Wie alles begann - Filmabend zu den Anfängen der Hospizbewegung

Inhalte

Zwei Filme, die die Hospizarbeit vorstellen sollten, lösten in Deutschland Anfang der 70er Jahre heftige Reaktionen aus: "Todeskampf auf der Mattscheibe?" titelte damals die tz und empörte Leser*innen schrieben von Leichenschändung und Sensationsgier, die vor nichts mehr halt mache. Das österreichische Fernsehen weigerte sich gar, die Filme auszustrahlen.
Aus heutiger Sicht ist das kaum mehr nachzuvollziehen - macht aber deutlich, mit welchen Widerständen die Hospizbewegung in Deutschland zu Beginn konfrontiert was und wieviel sich seit dem bewegt hat.
Noch 16 Tage - eine Sterbeklinik in London (Doku von Reinhold Iblacker und Siegfried Braun, 1971)
Vorgestellt wird die Arbeit des St. Christopher`s Hospice in London.
Die letzte Station (Dokumentation von Reinhold Iblacker und Siegfried Braun, 1971) Ausgezeichnet 1972 mit dem Grimme-Preis.
Er dokumentiert die Entstehung des Films "Noch 16 Tage".

Leitung Katarina Theißing, Altenpflegerin, MAS Palliative Care
Ort Marianne-Meier-Saal, 3.OG, im Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr Unkostenbeitrag: EUR 5,- CHV-Ehrenamtliche frei
Teilnahmebedingungen

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin Donnerstag, 26. November 2020, 18:00 bis 20:00 Uhr

DEMENZ IM BLICK

Selbstbestimmung trotz(t) Demenz - eine Herausforderung

Demenz hat in der öffentlichen Diskussion einen bestimmten Klang. Demenz macht Angst und wird gleichgesetzt mit Leid, Bedrohung und dem Ende des vernunftbegabten und selbstbestimmungs-fähigen Menschen. Mit diesen zwei Veranstaltungen, soll der Blick auf Menschen mit Demenz geweitet und eine andere Perspektive eingenommen werden.

Inhalte

Selbstbestimmung ist der elementare Ausdruck menschlicher Freiheit und ein Grundrecht für JEDEN Menschen. Mit der Selbstbestimmung bei Demenz kommt ein Spannungsfeld in den Blick. Selbstbestimmung und Demenz scheinen wie ein Widerspruch, wie zwei weit auseinanderliegende Pole des menschlichen Daseins und können und müssen doch zusammen bedacht werden.

Leitung Stefanie Zang,, Pflegefachkraft, Pflegeexpertin APN M.Sc.
Ort Marianne-Meier-Saal, 3.OG, im Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr Unkostenbeitrag: EUR 5,- CHV-Ehrenamtliche frei
Teilnahmebedingungen

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin Donnerstag, 10. Dezember 2020, 18:00 bis 20:00 Uhr