Vortragsreihe Sterbewelten

Das Leben ist vielfältig. Ebenso verhält es sich mit dem Sterben. Lebens- und Sterbewelten liegen häufig nah beieinander. Jede und jeder stirbt, wie Rainer Maria Rilke es in seinem Stundenbuch im Jahre 1903 treffend ausdrückte, ihren bzw. seinen eigenen Tod. In dieser neu konzipierten Vortragsreihe werfen wir darum einen genaueren Blick auf einige dieser Sterbewelten, von den Menschen in der fremden Heimat, über Gefangene, von dem Brückenschlag zwischen Geburt und Sterben bis hin zu geschlechtsspezifischen Aspekten, von den Todeswünschen Hochbetagter bis zu den unausweichlichen Themen Schuld, Vergebung und Hoffnung. Flyer 2019

Für die Vorträge ist keine Anmeldung erforderlich.

Scham und Würde - eine Spurensuche

Inhalte

„Die Scham ist die Hüterin der Würde“ so beschrieb der amerikanische Psychoanalytiker Léon Wurmser den Zusammenhang zwischen diesen zwei starken Begriffen. Die Angst, in der eigenen Würde verletzt zu werden, scheint für viele Menschen in schwerer Krankheit, im Alter und im Sterben besonders groß zu sein. Umso wichtiger ist es, sich auf die Spurensuche nach ihrer Hüterin, der Scham zu machen: Wofür schämen sich Menschen am Lebensende? Was ist der Unterschied zwischen Beschämung und Scham? Wie zeigen Menschen, dass sie sich schämen, bzw. wie versuchen sie es zu verbergen? Und was können wir tun um schamvolle und beschämende Situationen zu vermeiden? Die Beschäftigung mit diesen Fragen ist notwendig für eine, die Würde bewahrende Begleitung sterbender Menschen.

Leitung Katarina Theißing, Altenpflegerin, MAS Palliative Care
Ort Marianne-Meier-Saal, 3.OG, im Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr Unkostenbeitrag: EUR 5,- CHV-Ehrenamtliche frei
Teilnahmebedingungen

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin Donnerstag, 24. Oktober 2019, 18:00 bis 20:00 Uhr

Die verwundeten Begleiter

Auswirkungen meiner biografischen Verletzungen in der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden

Inhalte

Sie kennen sicherlich Situationen, in denen sie als Begleiter unterschiedlich auf die Herausforderungen des Alltags bzw. auf das Verhalten der zu begleitenden Menschen reagieren. Im Umfeld von Palliative Care und Hospizarbeit werden Begleitende häufig mit Befindlichkeiten und Verhaltensweisen, wie depressive Stimmungen, Abwehren und Ablehnen von Angeboten, aggressives Verhalten usw. zurechtkommen und diese können für die einen zu stressvollen Situationen werden. 
Für den anderen hingegen relativ gut handhabbar sein. Das Erleben und das daraus folgende Verhalten der Betreuenden scheint sehr unterschiedlich zu sein.
Die Vergebungsforschung belegt, dass nicht vergebene Verletzungen in den Beziehungen mit anderen Menschen blockierend weiter wirken (können). Diese Auswirkungen werden „Anzeichen der Nichtvergebung“ genannt.

Leitung Petra Mayer, freiberufliche Referentin, Trainerin für Palliative Care
Ort Marianne-Meier-Saal, 3.OG, im Christophorus-Haus, Effnerstr. 93, 81925 München
Gebühr Unkostenbeitrag: EUR 5,- CHV-Ehrenamtliche frei
Teilnahmebedingungen

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin Donnerstag, 21. November 2019, 18:00 bis 20:00 Uhr